Was wäre wenn
Unser Leben ist jetzt
Im Wochenspruch für diese Woche heißt es: "Heute, wenn ihr meine Stimme hört, dann verschließt eure Herzen nicht." (Hebr 3,15.). Das ist eine klare Aufforderung und ganz konkret ans hier und jetzt gerichtet: an uns. „Heute (…) dann verschließt eure Herzen nicht“. Aber „wenn ihr meine Stimme hört“, sonst nicht? Und können wir mit einem verschlossenen Herzen auch Gottes Stimme hören?
Schauen wir genauer hin: jetzt ist unsere Zeit! Das „Wenn“ ist hier keine Eventualität, sondern ein Hinweis auf den richtigen Zeitpunkt. Wenn Gottes Stimme ertönt, dann kommt es darauf an, nicht nur mit den Ohren zu hören, sondern empfangsbereit zu sein und v. a. mit dem Herzen hinzuhören. Wer nicht bereit ist, kann Wesentliches verpassen. Gott teilt sich mit, „heute“: jeder*jedem Einzelnen, uns als Gesellschaft und uns als Kirche. Immer wieder hat Gott verschiedene Menschen und Möglichkeiten gefunden, nicht zuletzt durch Jesus, der in die Welt kam.
Deshalb: lasst uns weiter wachsam bleiben und uns nicht von der Vielzahl anderer Stimmen ablenken lassen – Stimmen, die uns locken, uns etwas versprechen oder uns gar in eine bestimmte Richtung drängen wollen.
Auch gerade an diesem Wochenende, wenn ein neuer Bundestag gewählt wird, bleibt Kindern und Jugendlichen das Wahlrecht verwehrt. Dabei betreffen viele politische Entscheidungen junge Menschen. Sie haben wertvolle Ideen und klare Meinungen zu den Themen, die bei der Bundestagswahl im Fokus stehen. Meiner Ansicht nach sollten sie diese Möglichkeit erhalten. Daher lasst uns bei dieser Wahl nicht die Sicht von Kindern und Jugendlichen vergessen, sondern auch deren Stimmen hören und
bei unserer Wahl berücksichtigen.
Im gesamten Stimmengewirr auch Gottes Stimme herauszuhören, ist nicht immer leicht und oft genug scheitern wir daran. Umso wichtiger ist der Aufruf: Hört hin! Öffnet eure Herzen! Nehmt euch zu Herzen, was Gott Dir/uns „heute“ sagen will. Amen.