sammlung

Was daraus wohl wird?

Was Einkaufen mit einem Gebet zu tun haben kann...

Graus Wetter - Winter.
Vor ein paar Tagen bin ich nach Hause gefahren, alleine unterwegs und ein paar Stunden nichts gegessen.
Döner? Burger? Ne, alles echt ziemlich teuer... Ich hab einen Supermarkt im Kopf, an dem ich eh vorbeigekommen bin. Schnell reingesprungen, ein paar Lebensmittel zusammengesucht und ab zur Kasse.
Ein Pärchen steht vor mir an der Kasse, legt ihre Einkäufe auf das Band, ich meine.
Während des Bezahlvorgangs der Beiden erzählte die Kassiererin von einer Verlosung im Rahmen des Markteigenen Adventskalenders. - Man müsste nur seinen Namen und Anschrift auf den Kassenbon schreiben und in eine kleine grüne Box werfen. Die beiden nahmen ihren Kassenbon also mit und stellten sind an den Stehtisch mit der Box. Ich war dran.
Mitbekommen, was da passiert hatte ich ja schon, aber mitspielen? Nein. Dafür bin ich zu selten in diesem Markt und würde die Auslosung und einen eventuellen Gewinn verpassen. Also nahm ich den Bon trotzdem mit und fragte, ob die beiden meinen auch haben wollten. Ja, sie wollten.
Ein paar Tage vergingen und ich habe darüber nachgedacht, was wohl daraus geworden ist. Was wäre, wenn sie tatsächlich mit meinem Bon gewonnen hätten? Wie schön ist diese Vorstellung?
Naja, eigentlich weiß ich es nicht, aber die Vorstellung ist schön, so ein bisschen wie "Schrödingers Kassenbon".
Jetzt sitze ich so da und schreibe eine Andacht und merke, wie gut das denn eigentlich mit dem Beten zusammenhängt. Meistens wenn ich bete, dann möchte ich ja auch irgendwie eine Antwort haben. Manchmal bekomme ich die, manchmal eine ganz andere, manchmal auch gar keine.
Ist ja so ein bisschen so wie bei einem Gewinnspiel...
Und in diesem Gewinnspiel des Glaubens kann man ja sogar das gleiche machen, wie ich in diesem Markt. - Man kann für andere beten, für ihr Leben, für Menschen allgemein.
Ist das nicht eine tolle Vorstellung?
Autor: JanT1512

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