sammlung

SDG 8 - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum

Glaube trifft Verantwortung (SDG-Andacht)

Es ist heiß. Die Luft steht. Die Nähmaschinen rattern, es dröhnt in ihren Ohren. Im Licht der flackernden Halogenlampe erfüllt sie gehorsam im Akkord ihre Arbeit. Während sie kontinuierlich immer wieder die gleiche Naht näht, denkt sie darüber nach, wie sie von dem geringen Lohn ihre Miete zahlen soll. Ihre Tochter braucht Bücher und neue Kleidung für die Schule, seit Tagen gibt es nur Reis, ihr Rücken schmerzt.
So wie ihr geht es vielen Näher*innen. So wie ihr geht es 58% aller Menschen weltweit, die in unsicheren Jobs ohne feste Verträge und Sozialversicherung arbeiten.

„Sie werden sich Häuser bauen und auch darin wohnen können. Sie werden
Weinberge pflanzen und selbst den Ertrag genießen. Sie sollen nicht bauen
und pflanzen und sich lebenslang mühen, nur damit andere den Gewinn
davon haben. Alt wie Bäume sollen sie werden, die Menschen in meinem
Volk, und den Lohn ihrer Arbeit selbst genießen!"
– Jesaja 65,21-22 (Gute Nachricht Bibel)

Während die Nadel der Nähmaschine weiter in den Stoff sticht, träumt sie von dieser Verheißung. Auch das 8. UN-Nachhaltigkeitsziel strebt dieser Vision entgegen und fordert menschenwürdige Arbeit und nachhaltiges Wirtschaftswachstum für alle.
Als Glaubende sind wir Teil von Gottes Heilsplan für eine gerechtere Welt. Wir dürfen an Gottes Vision mitwirken. Und es geschieht bereits: Die Kampagne für Saubere Kleidung tritt in einem internationalen Netzwerk gemeinsam mit Näher*innen weltweit gegen Arbeitsrecht- und Menschenrechtsverletzungen in der Textilindustrie ein – und man kann sich anschließen. Durch unser Handeln können wir Zeichen setzen von Gottes Gerechtigkeit – damit Jesajas Verheißung für alle Menschen Realität wird, die mit ihren Händen schaffen.

Mehr Informationen zur Kampagne für Saubere Kleidung unter: saubere-kleidung.de
Anregungen zum Aktiv werden unter: exit-fast-fashion.de
Bibelstellen zur Andacht:
Jes 65,21 - 22

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