SDG 2 - Kein Hunger
Glaube trifft Verantwortung (SDG-Andacht)
Hunger ist seit jeher ein drängendes Thema. In jeder Epoche war Hunger die Ursache für große Migrationsbewegungen, Kriege und unermessliches Leid.
Auch die Bibel erzählt zahlreiche Geschichten des Hungers. Eine davon ist zentrales Element der Josefgeschichte. Gott hatte Josef die Zeichen deuten lassen, die auf die Hungersnot hinwiesen. Und Josef hatte, im Auftrag der Regierung, vorausschauend gehandelt:
"Als der Hunger das ganze Land
erfasst hatte, ließ Josef die Kornspeicher öffnen. Er versorgte Ägypten mit Getreide, denn es wurde von der Hungersnot geplagt."
– 1. Mose 41,56 (BasisBibel).
Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern, ist das zweite Nachhaltigkeitsziel der UN. Rund 735 Mio. Menschen leiden chronischen Hunger. Bei wachsender Weltbevölkerung und zunehmenden globalen Krisen scheint das Ziel, den Hunger abzuschaffen, utopisch. Dabei sind wir mindestens genau so gut ausgestattet, wie Josef damals. Wir kennen die Zeichen und können sie deuten. Wir haben Ressourcen und Methoden, die besser geeignet sind, als die Kornspeicher. Eine groß angelegte Studie der "Eat Lancet Kommission" hatte den Auftrag, einen Plan zu entwickeln, um die Welt zu ernähren. Und tatsächlich: Ihre Planetary Health Diet zeigt, wie sogar 10 Milliarden Menschen satt werden können. Sicherlich gehört dazu sowohl das Handeln der Regierung, als auch das Ändern individueller Gewohnheiten. Doch das Ergebnis ist wie so oft, wenn wir uns der Bibel gemäß einsetzen: Es dient beiden Seiten. Die einen können sich ernähren, die anderen leben gesünder. Und beide werden plötzlich zu Geschwistern der Familie Mensch.
Mehr dazu:
www.bzfe.de/klima-und-wandel/essen-im-wandel/planetary-health-diet