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SDG 12 - Nachhaltiger Konsum und Produktion

Glaube trifft Verantwortung (SDG-Andacht)

Ein Schuhversand behauptet, wir würden vor Glück schreien, wenn wir ihre Pakete erhalten, ein Elektronikmarkt sagt, man kaufe sich bei ihnen glücklich und chinesische Versandhäuser behaupten, man könne shoppen, wie Milliardäre. Werbung handelt nicht mit Produkten, sondern mit unseren Sehnsüchten nach Gesundheit, Liebe, Zugehörigkeit und Glück. Dabei erzeugt der Überfluss häufig eher das Gegenteil.

Es war ein Moment des Überflusses, von dem in Johannes 6 erzählt wird. Mehr als 5.000 Menschen wurden satt. Und nicht nur das: überall lagen noch Brotstücke herum. Es schien keinen Grund zu geben, sich je wieder Gedanken um Verpflegung zu machen: Jesus hatte bewiesen, dass er Brot vermehren kann.
Einige wollten ihn gleich zum König machen. Auf Dauer im Überfluss leben – welche eine Aussicht!
Doch Jesus hat eine andere Anweisung:

„Sammelt die übrigen Brocken, damit nichts umkommt."
– Joh 6,12 (Luther 2017)

Ein bemerkenswerter Satz, der deutlich macht, dass es Jesus nicht um Masse geht, sondern um den achtsamen und dankbaren Umgang. Gerade in guten Zeiten.
Nachhaltige/r Konsum und Produktion ist das 12. Ziel der SDGs. Nachhaltigkeit hat seinen Preis. Oft erschrecken wir, wenn wir den mit Billigprodukten vergleichen. Dabei hilft uns auch das, die Dinge wertzuschätzen. So schmeißen wir weniger weg, teilen und leihen mehr. Nachhaltige Produkte mit fairen Löhnen, weniger Masse, weniger Müll und mehr Dingen, die in Gemeinschaft geteilt werden. All das entsteht, wenn wir das 12. Nachhaltigkeitsziel umsetzen. Und es spricht einiges dafür, dass uns
das glücklicher macht als das nächste Schuhpaket an unserer Tür.
Bibelstellen zur Andacht:
Joh 6,12 - 12

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