SDG 1 - Keine Armut
Glaube trifft Verantwortung (SDG-Andacht)
648 Millionen Menschen leben weltweit in extremer Armut. Menschen, die keinen Zugang zu grundlegenden Bedürfnissen haben. Das erste UN-Nachhaltigkeitsziel will Armut in all ihren Formen und überall beenden. Was sagt die Bibel dazu?
In Sprüche 31,8-9 steht eine klare Ansage von der Mutter eines Königs - eine Frau, die die Situation erkennt und ihrem mächtigen Sohn Verantwortung einschärft:
„Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen! Öffne deinen Mund, richte gerecht, verschaff dem Bedürftigen und Armen Recht!"
– Sprüche 31,8-9 (Einheitsübersetzung).
Armut ist kein Schicksal, sondern Ergebnis ungerechter Strukturen. Systeme und Machtpositionen tragen Verantwortung. Die Bibel fordert aktives Handeln für Gerechtigkeit! Es geht nicht um Wohltätigkeit, sondern darum, Systeme zu ändern, die Menschen stumm, schwach und arm machen.
Den Mund öffnen bedeutet, Ungerechtigkeiten beim Namen zu nennen und für eine Welt und Systeme zu kämpfen, in der Ressourcen und Macht fair verteilt sind. Nur so kann Armut beseitigt werden.