Meine Andachten

OMG!

Wie komme ich da rein?

Oh mein Gott, dieser Himmel. Wie komm ich da bloß rein?

Gute Frage, oder?
Falls du dich das auch schon mal gefragt hast, ist hier eine mögliche Antwort aus meiner Sicht:

1. Dieser Himmel!?

Da singt jemand über etwas, was sich wohl jeder Mensch im Laufe seines Lebens vorgestellt hat.
Der Himmel, das Paradies, Wenn ich euch fragen würde, würde ich wohl ganz verschiedene Antworten bekommen.

Ich weiß nicht genau, welche Vorstellung vom Himmel Marteria hat. Aber so, wie es scheint, geht es um einen sehr schönen Ort.
Das Problem ist: ich kann nicht vorher mal reinschauen, um zu sehen, wie es da ist.
Mir bleiben also nur Vermutungen, Wünsche und Hoffnungen.
Und genau die dürfen wir als Christen auch haben.
Jesus hat gesagt:
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand wird zum Vater kommen, denn durch mich.
Heißt also: wer Jesus folgt, mit ganzem Herzen, für den wird diese Hoffnung irgendwann Wirklichkeit.

2. Wie?
In den Strophen des Liedes beschreibt Marteria alle möglichen Dinge, die er versucht, um Gutes zu tun.
Ein vielleicht gottesfürchtiges Leben zu führen, das scheint sein Ziel zu sein.
Schuhe und Brot verteilen, sich Vorbilder suchen, das alles sind ohne Zweifel gute Taten.
Der Plottwist: ich kann so viel Gutes tun, wie ich will, es macht mich vor Gott nicht automatisch zu einem besseren Menschen.
Die entscheidende Frage ist deswegen nicht: wie viel Geld, Klamotten, Essen und so weiter muss ich spenden, um in den Himmel zu kommen.

Die entscheidende Frage lautet: worauf setze ich im Leben und im Sterben?
Und die Antwort auf diese Frage ist aus der christlichen Sicht Jesus.
Sein Tod, seine Auferstehung und sein Wirken sind die gute Botschaft.
Weil ich von Gott bedingungslos geliebt bin, bin ich nicht abhängig davon, was andere von mir denken.
Ich setze alles darauf, dass Gott mich liebt und annimmt, so wie ich bin, mit allen Zweifeln, Fehlern und Macken.

3. Ich.
Zugegeben, es fällt mir häufig schwer, zu glauben, dass ich gut bin.
Es gibt viele Menschen, die können bestimmte Dinge besser, sehen besser aus, verdienen mehr Geld.
Und trotzdem bin ich vor Gott genauso wertvoll und werde genauso geliebt.

Es gibt ein Gleichnis, was Jesus erzählt.
Da ist ein Hirte, der hat 100 Schafe.
Eines davon läuft ihm weg.
Jetzt könnte der Hirte sagen: macht ja nichts, ich hab ja noch 99 Schafe, das eine Schaf ist egal.
Genau das macht Gott nicht. Ihm ist nicht egal, ob ein Teil seiner Herde fehlt.
Er macht sich auf die Suche, egal, wie lange sie gehen mag.
Und genauso wie das verlorene Schaf sucht er nach uns.
Und er freut sich, wenn er uns findet und wir uns von ihm finden lassen.

Dann können wir gelassen sein und uns freuen, Gottes Liebe zu haben.
Amen.
Bibelstellen zur Andacht:
Joh 14,6 - 1
Autor: diakon_jan

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