sammlung

Nichts muss so bleiben wie es ist!

Über den Glauben an Neuanfänge

Unser Wohnzimmer gleicht in diesen Tagen einer Pflanzenaufzuchtstation: Auf der Fensterbank winden sich in kleinen Vorzuchtgewächshäusern die aus Samen des Vorjahres gezogenen Tomatenzöglinge. Auf dem Tisch vor der Balkontür kräuselt sich Dill und Oregano in Richtung Licht. Überall sprießt grünes, neues Leben aus der dunklen Erde hervor.
Ein Wunder der Natur. Frühling führt vor Augen, dass aus scheinbar toten, trockenen und kleinen Dingen großartiges, neues Leben werden kann.
Um nichts anderes geht es beim Osterfest. Hier geht es allerdings nicht ums Pflanzenleben. Es geht um menschliches Aufblühen. Es geht um Dein und mein Leben. Der Glaube an Neuanfänge auch im menschlichen Leben gründet sich auf die Geschichte der Auferstehung Jesu. Jesu Tod schien für die Jüngerinnen und Jünger das Ende. Er wurde nach der Kreuzigung in ein Felsengrab gelegt und niemand dachte daran, dass die Geschichte mit ihm weitergehen könnte.
Doch wie ein Samenkorn aus dem Dunkel der Erde neues Leben entfaltet, so wuchs aus der Finsternis des Grabes ein Neuanfang. Am dritten Tage erlebten Petrus, Maria und Co eine Auferstehung wie ein Frühlingserwachen. Jesus stand wie von ihm angekündigt vor Ihnen.
Die Botschaft wird von den Jüngerinnen und Jüngern in die Welt getragen: Nichts muss so bleiben wie es ist. Neues Leben, Wandel ist möglich. Es liegt eine Kraft im Osterglauben, die die Welt verändern kann. Eine Kraft, die mich auch heute noch mit Hoffnung erfüllt und mir Antrieb gibt, mich mit vermeintlich ungünstigen Umständen in meinem Leben und in unserer Welt nicht zufrieden zu geben.

Ein kraftvolles, erwartungsfrohes und gesegnetes Osterfest
Christian Uhlstein, Landesjugendpfarrer der EKvW
Bibelstellen zur Andacht:
Mk 16,6 - 1

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