Meine Andachten

Glück gehabt!?

Gedanken zum Thema Glück

Glück.
Das wünschen wir anderen Menschen vor Prüfungen, Herausforderungen oder Neuanfängen.
Ich finde, dass das eine schöne Sache ist, aber nicht ganz das trifft, was wir eigentlich aussagen wollen.
Glück ist auf den ersten Blick ein Zufallsprodukt.

Das Wort „Glück“ kommt eigentlich aus dem Mittelniederdeutschen, da hieß es früher einmal „geluck“ oder“ gelücke“. Gemeint war damit so etwas wie Schicksal, Zufall oder auch ein günstiger Ausgang:

Glück gehabt, die Klassenarbeit ist gerade noch so eine 4 geworden.
Glück gehabt, dass ich mir bei dem Sturz mit dem Fahrrad nichts gebrochen habe.
Glück gehabt, als ich im Regen nach Hause laufen musste, mich aber ein guter Freund mich mit in sein Auto genommen hat, um mich nach Hause zu bringen.

Das, was in dem Psalm mit „Glück“ beschrieben ist, geht noch viel weiter darüber hinaus. Es geht nicht um das Glück, was uns in dem einen Moment zufliegt, was plötzlich da ist und genauso schnell wieder verschwindet.
Es geht darum, ein Vertrauen, eine Liebe oder eine Geborgenheit zu spüren. Quasi wie die Rückkehr nach Hause, wenn ich lange Zeit weg war.
Es geht um einen Ort, an dem nicht meine Leistung zählt, nicht das, was ich geschafft oder nicht geschafft habe, wo nicht danach gefragt wird, ob ich meine To-Do-Liste schon abgearbeitet habe.

In dem Song „I Still Haven’t Found“ von der Band U2 geht es genau darum:
Jemand ist auf der Suche. Nach sich selbst, nach einem Sinn, einem Halt, einer Beziehung.
Es wird beschrieben, was er alles schon getan hat, um all das zu finden:
Er hat die höchsten Berge bestiegen, ist durch die Felder gelaufen, hinaus ins weite, um dann trotz aller Bemühung nicht das zu finden, was er eigentlich gesucht hat
Im Refrain heißt es dann:
„I Still Haven’t Found What I Am Looking For.“

Es geht um eine Beziehung. Eine Beziehung zu Gott.
Ich wünsche euch, dass ihr so eine Beziehung zu Gott aufbauen könnt oder wenn ihr sie schon habt, dass ihr sie pflegt.
Gott ist Liebe, so steht es im 1. Korintherbrief, das, was wir in dieser Gottesbeziehung brauchen. Zusammengefasst steht da:
Wenn du alles machst, wenn du alles kannst und bringst, aber du hast die Liebe nicht, dann kannst du es vergessen.
Ich möchte euch ermutigen, euch auf diesen großartigen Gott einzulassen.
Er möchte in deinem Leben sein, dich begleiten und dir den Halt, den Sinn und die Liebe geben, die du brauchst.

Das hat er bei der Taufe zugesagt.
Ich würde das hier nicht schreiben, wenn ich das nicht auch erfahren hätte. Ich würde euch das nicht erzählen, wenn es nicht so eine tolle Botschaft wäre.
Ich wünsche euch, dass ihr wisst, dass ihr geliebt seid.
Ich wünsche euch, dass ihr am Ende genau das sagen könnt, was der Psalmschreiber aufgeschrieben hat:
Ich aber setze mein Vertrauen auf dich, meinen Herrn; dir nahe zu sein ist mein ganzes Glück. Ich will weitersagen, was du getan hast.
Bibelstellen zur Andacht:
Psalter 73,28 - 1
Autor: diakon_jan

0 Kommentare