Ein unerwarteter Gast
An der Krippe in Bethlehem
Der Morgen dämmert schon am Horizont und das Licht des neuen Tages bricht über die Nacht herein. Der Stern steht strahlend am Himmel und zeugt von dem, was in dieser Heiligen Nacht geschehen ist.
Zu Maria und Josef, die liebevoll ihr neugeborenes Kind betrachten, hat sich ein unerwarteter Gast gesellt. Auch der “Weihnachtsmann” hält in all seinem geschäftigen Trubel, einen Moment inne und bestaunt andächtig das Wunder Gottes im Stroh der Krippe in Bethlehem. Sein Weg führt ihn vom kalten Nordpol zunächst an diesen unwirklichen und doch heiligen Ort, bevor er mit seinen Geschenken die Augen unzähliger Kinder am Weihnachtsmorgen zum strahlen bringt.
Es ist der Ursprung und der Grund nicht nur seiner Existenz, der dort so verletzlich und hilflos vor ihm im Stroh liegt. Das größte Geschenk von allen, viel zu groß, um es auf einen Schlitten zu laden. Dabei doch so winzig klein und von Gott höchst persönlich überreicht. Hier liegt der Weg, die Wahrheit und das Leben, in dem sich der allmächtige und über alles erhabene Gott als liebender Vater in einem winzigen Baby zu erkennen gibt. Die Botschaft Gottes dahinter ist klar: “Ich habe Euch so lieb, dass ich mich in Eure Welt, Eure Obhut und Eure Verantwortung gebe.” Was für ein Vertrauen, das selbst den wohl beschäftigsten Mann dieser Nacht einen Moment lang inne halten und andächtig werden lässt. Vielleicht mit den Worten des Engels im Ohr, der nicht nur den Hirten, dem Paar in der Krippe und ihm, sondern aller Welt damals wie heute verkündigt:
“Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr”
(Lukas 2,10 LUT)