sammlung

Ein besonderer Tag für Kinder

Weltkindertag


Vor kurzem war ich unterwegs und habe Menschen besucht. Bei einem gemeinsamen Spaziergang in der Stadt, wurde ich auf ein Schild an einem Bauzaun aufmerksam. Dort war zu lesen: „Betreten der Baustelle verboten! Eltern ha…“

Hoppla – das nächste Wort war überklebt. Eigentlich müsste es doch heißen: „Eltern haften für ihre Kinder.“
Nun, da ich selbst Vater von zwei Kindern bin, fallen mir solche "Kinder-Verbotsschilder" immer öfter auf, vor allem dann, wenn ich gemeinsam mit meinen Kindern unterwegs bin.

In diesem Fall war etwas anderes zu lesen: "Eltern lieben ihre Kinder!“

Ich wusste nicht, wer diese Buchstaben geschrieben hatte - kam die Person auch aus der Stadt oder war sie oder er, wie ich, nur zu besuch? War es eine Mutter oder ein Vater, eine Oma oder ein Opa, eine andere erwachsene Person oder sogar ein Kind selbst?
Die Veränderung der Aussage des Verbotsschildes habe ich innerlich gefeiert. Als ich es sah war ich überrascht und erfreut zugleich – dann dachte ich, oh, hoffentlich kommt die Person nicht in Schwierigkeiten, wenn solch ein offizielles Verbotsschild übergeklebt wird.

Beim weiteren nachsinnen wurde mir klar: solche Aussagen zu Kindern brauchen wir noch mehr, gerade in der öffentlichen Wahrnehmung, im gesellschaftlichen Miteinander und auch in unserem Jugendverband.

Ich träume von Gemeindehäusern, Jugendzentren, Offenen Türen und Kirchen die willkommene Orte für Kinder sind. Von Räumlichkeiten die keine*r stört - damit Kinder sich frei bewegen und entfalten können.
Vielleicht nach dem Motto „Halt! Hier stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt!!

Schauen wir auf uns: Wie ist das in der christlichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen?
Achten wir – immer – auf den Lebensraum, die Interessen und Rechte der Kinder? Oder haben wir noch genügend Barrieren, womit wir Kinder „vertreiben“ oder von uns fernhalten? So wie manche Menschen, die sich permanent über spielende Kinder in der Nachbarschaft beschweren?

„Lasst die Kinder zu mir kommen!“ Damit wies schon Jesus selbst die Leute zurück, die ein paar angeblich nervende kleinere Kinder von ihm – Jesus – fernhalten wollten.
Diesen Vers kennen wir alle und die Aussage ist so wichtig, es immer und immer wieder ins Gespräch zu bringen und aus dieser Haltung heraus zu handeln.

In dieser Woche wird an vielen Orten WeltKINDERtag gefeiert – auch in kirchlichen Räumen – Zeit mit Kindern zu feiern und Kinder zu feiern.
- ein Tag zum Sackhüpfen oder Eis essen.
- ein Tag um Ballspielen oder kreatives basteln und malen.
- auch ein Tag, der uns mahnt, den Kindern Raum zu geben. Nicht nur zum Spielen und Toben – sondern auch als Schutzraum und für ein unbeschwertes Leben.

Kinder sollen unbeschwert aufwachsen und nach ihren Interessen und Rechten leben und Freizeit gestalten dürfen - auch bei uns.

Wir, als ehrenamtlich und beruflich Mitarbeitende, dürfen - nein müssen - uns mit dafür einsetzen; mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Kommunikation treten – eigentlich eine leichte Aufgabe.
Doch wenn wir auf unsere Verantwortungsbereiche schauen, merken auch wir – so leicht ist das manchmal leider doch nicht. Wer Kinder hört, respektiert, integriert hat eine Zukunft.

Deswegen formuliere ich die Aussage vom Verbotsschild etwas um und nehme die Aussage von Jesus auf:
"Betreten unserer Gemeindehäuser - Jugendzentren - Offenen Türen - Kirchen erlaubt! Hier sind Kinder willkommen.
Autor: Niklas

0 Kommentare