sammlung

Die Vision vom guten Leben

Früchte und Pflanzen der Bibel - Andachten für jeden Tag

Wann geht es in einer Gesellschaft gerecht zu? Wie kann ein gutes Leben für alle aussehen, wo die einen schon mit Wenig zufrieden sind, während andere überhaupt nicht genug bekommen können und immer noch mehr haben wollen?

Der Prophet Micha beschreibt im 4. Kapitel seines Buches das kommende Friedensreich Gottes. Darin werden viele Völker sich Gott zuwenden und keinen Krieg mehr gegeneinander führen. Und dann heißt es: „Ein jeder wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen, und niemand wird sie schrecken“ (Micha 4,4 Lut17).

Wein gehörte damals zum täglichen Leben. Er stand für Gottes Segen und war ein Zeichen für Frieden und Wohlstand. Die Feige war wegen ihrer Süße und der vielen Möglichkeiten sie zu nutzen hochgeschätzt. Der Feigenbaum ist durch seine großen Blätter ein wunderbarer Schattenspender unter dem man sich gerne traf, um sich auszuruhen, zu reden und zu lachen.

Das Sitzen unter einem Weinstock und einem Feigenbaum, das Frieden, Wohlergehen und Lebensglück symbolisiert, ist in Michas Vision jedem Menschen geschenkt. Nicht mehr und nicht weniger! Es ist kein Reichtum von unendlich hohen Geldsummen auf dem Konto, keine Yacht, kein riesiges Anwesen, auf dem Wenige den Wohlstand genießen, während andere für sie schuften müssen. Für Raffzähne, die nie genug bekommen können, ist hier kein Platz, aber alle haben so viel, wie für ein gutes Leben nötig ist. Alle leben in Frieden und können das Leben genießen! Wir alle können durch unsere Lebensweise und durch unser Engagement daran mitwirken, unsere Gesellschaft in diesem Sinne „gerechter“ werden zu lassen!

Text: Margot Bell
Bibelstellen zur Andacht:
Mi 4,4 - 4

0 Kommentare