Das Olivenblatt der Hoffnung
Früchte und Pflanzen der Bibel - Andachten für jeden Tag
Mit Oliven ist das ja so eine Sache. Manche Menschen essen sie sehr gerne, andere wenden sich angewidert ab. Ich kenne nur wenige Leute, die zu Oliven sagen: ab und zu esse ich sie auch mal.
"Am Abend kam die Taube zu ihm zurück. Diesmal hatte sie in ihrem Schnabel ein frisches Blatt von einem Olivenbaum. Da wusste Noah, dass das Wasser auf der Erde weniger geworden war." (Gen 8,11)
Für Noah war es eine völlig andere Sache, als er das Blatt von einem Olivenbaum damals gesehen hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass er vor Freude in die Luft gesprungen ist und einen lauten Jubelschrei losgelassen hat. Denn als die Taube mit dem Blatt im Schnabel zur Arche zurückkam, war klar, dass die Wasser der Sintflut so weit zurückgegangen waren, dass wieder Leben auf der Erde möglich war. Bäume und Sträucher hatten die Katastrophe überlebt, und als die Sonne mit ihrem Licht und ihrer Wärme die Pflanzen wieder erreicht hat, haben sie wieder Blätter ausgetrieben. Und wir können sicher sein, dass in dem Jahr auch wieder die ersten Früchte an den Bäumen und Sträuchern hingen – eben auch Oliven.
Und am Ende verspricht Gott, dass es immer Saat und Ernte geben wird, solange die Erde besteht. Gott stellt uns Menschen all das zur Verfügung, was wir zum Leben brauchen. Und das gilt für alle Menschen überall auf der Welt. Gott macht keine Unterschiede!
Text: Klaus Göke